Home | english  | Impressum | Datenschutz | KIT

KRITIS

KRITIS
Ansprechpartner:

M.Sc Johanna Stötzer
Dr. rer.nat. Sina Keller
Prof. Dr.-Ing. Stefan Hinz

Förderung:

Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) des KIT

Partner:

Institut für Regionalwissenschaften (IfR)
CEDIM Partner

Starttermin:

07/2017

Endtermin:

06/2020

Projektbeschreibung

Die Vulnerabilität von kritischer Infrastruktur, insbesondere die der Straßeninfrastruktur, steht zunehmend im Fokus der Infrastrukturforschung. Naturgefahren wie Erdbeben und Überflutungen gefährden die Straßeninfrastruktur und damit die Gesellschaft.

Das KRITIS Projekt des IPF adressiert diese Thematik. In diesem Projekt wird ein generisches Konzept zur Analyse der Vulnerabilität von Straßeninfrastruktur auf mehreren Maßstabsebenen entwickelt. Das Konzept ist modular aufgebaut und modelliert im Basismodul zunächst die Erreichbarkeit von Notfalleinrichtungen anhand der Berechnung eines Erreichbarkeitsindexes. Zusätzliche Module ermöglichen die Berechnung der Indexe für jede Zelle eines Gitters über einer Region und die Analyse der Auswirkungen eines degradierten Netzwerkes. Das Basismodell wird bereits auf die Maule Region in Zentralchile angewandt (siehe Abbildung). Weitere Projektziele werden jeweils als Module verwirklicht und an das Kernmodul gekoppelt.

Als Datenquelle für das Straßennetzwerk sowie für die Standorte der Notfalleinrichtungen wird OpenStreetMap genutzt. Eine exemplarische Implementierung benutzt die open-source Software PostgreSQL, PostGIS und pgRouting.

Das IPF bearbeitet u.a. die folgenden Aufgaben:

  • Integration von sozialen Parametern zur Interaktion des Menschen mit der kritischen Infrastruktur im Naturkatastrophenfall (Kooperation mit dem IfR)
  • Entwicklung und Implementierung der Simulation von Auswirkungen der Naturkatastrophen Tsunamis, Erdbeben oder Flutungen auf die Straßeninfrastruktur (Kooperation mit weiteren CEDIM-Partnern)
  • Entwicklung und Implementierung weiterer Vulnerabilitätsindexe
  • Entwicklung und Anwendung eines Indexes für intra-städtische Straßeninfrastruktur

 

Das Projekt soll eine valide Entscheidungsgrundlage für die regionale Planung eines Straßennetzwerks liefern. Darüber hinaus sollen im Kontext von Naturgefahren vulnerable Abschnitte eines Straßennetzwerkes identifiziert werden. Im Katastrophenfall können zeitnah Reaktionsstrategien angewandt werden, um das Katastrophenmanagement in den betroffenen Gebieten zu koordinieren.

   
  Abb.: Accessibility/Remoteness Index für die Maule Region in Zentral Chile. Grün symbolisiert eine hohe Erreichbarkeit, rot eine niedrige.